Wanderer Pärchen wieder zum Leben erweckt – Herren- & Damenrad aus den 1920ern?, Datierungsfrage
Moderator: yan.kun0567
Wanderer Pärchen wieder zum Leben erweckt – Herren- & Damenrad aus den 1920ern?, Datierungsfrage
Hallo zusammen,
ich möchte mich kurz vorstellen und zwei alte Fahrräder zeigen, bei denen ich selbst noch einiges lernen möchte.
Vor über 25 Jahren konnte ich ein Wanderer-Herren- und ein Wanderer-Damenrad vor dem Müllcontainer retten.
Das Herrenrad war damals noch halbwegs fahrbereit und hat bei mir über viele Jahre hinweg gute Dienste im Alltagsbetrieb – Sommer wie Winter – geleistet.
Das Damenrad hingegen lag zerlegt im Keller, eher als eine Art Ersatzteillager gedacht.
Diesen Winter hatte ich etwas Zeit und habe mich – mit inzwischen deutlich mehr Respekt vor der Originalsubstanz – daran gemacht, beide Räder behutsam wieder fahrbereit zu machen.
Vielleicht fährt ja irgendwann auch einmal eine Lady mit …
Mir war dabei wichtig:
- keine Neulackierung
- möglichst zeittypische Ausführung
- Technik instandsetzen, aber Patina erhalten
- im Wesentlichen: reinigen, ölen, fetten, wachsen
- Reifen, Schläuche, Felgenbänder neu
- einige Schrauben und Muttern ersetzt
- Kette beim Herrenrad muss noch neu, die alte is viel zu sehr gelängt
- Speichen nachgezogen, Achter so gut es ging reduziert
- neue, möglichste ähnliche Läpper-Sättel gekauft und montiert, das Leder der alten war leider komplett gerissen..
- Kugellager gereinigt und neu gefettet, im Lenkkopflager neue Kugeln
- Tretlager bekomme ich nicht auf und ab, daher nur geölt und die gerissene Verbindung der 180-er Kurbel/Pedal beim Herrenrad geschweisst
...
Das Damenrad hat noch eine Karbidlampe (defekt – und mir fehlt auch noch das passende Zeugs),
das Herrenrad besitzt weiterhin die elektrische Beleuchtung, so wie ich es vorgefunden habe, lediglich mit neuen Glühbirnen.
Beide Räder sind nun wieder funktionstüchtig und sollen ab Frühjahr wieder gelegentlich bewegt werden, aber nicht mehr in Schnee, Streu-Salz und täglichen Fahrten „verbraucht“.
Nach fast 100 Jahren dürfen sie meiner Meinung nach auch ein wenig in den Ruhestand gehen –
und ich finde, sie sehen jetzt wieder ganz hübsch aus.
Ein paar Eckdaten:
-Hersteller: Wanderer
-Torpedo-Naben
-Dynamo und Lampen von Bosch
-Karbidlampe am Damenrad von Scharlach
-zeitlich vermutlich 1920er Jahre (bisher nur anhand von Vergleichsbildern eingeordnet)
Rahmennummern (oben am Steuerrohr):
Damenrad: 108174
Herrenrad: 102349
Am gedruckten Emblem steht:
Damenrad: Nr. 3
Herrenrad: Nr. 1
Ich hänge ein paar Fotos an und würde mich freuen, wenn jemand aus der Runde bei der zeitlichen Einordnung helfen kann oder Hinweise hat, wie und wo diese Rahmennummern bei Wanderer genauer zu interpretieren sind.
Ich selbst bin kein Oldtimer-Experte, sondern interessierter Schrauber, der mit den Jahren etwas mehr Respekt vor alten Fahrrädern entwickelt hat (und nicht nur vor alten Motorrädern).
Umso mehr freue ich mich über Hinweise, Korrekturen oder Anregungen.
Falls ich etwas zeitlich falsch eingeordnet habe, bitte gerne darauf hinweisen.
Vielen Dank fürs Reinschauen, Kommentare und viele Grüße,
Stefan
P.S.: Vielleicht kann mir jemand helfen – ich suche das Klemm-/Feststellteil für die Wanderer-Stempelbremse, mit dem die Bremsstange nach der Höheneinstellung fixiert wird. Dieses Teil ist beim Damenrad leider defekt/bzw. fehlt.
ich möchte mich kurz vorstellen und zwei alte Fahrräder zeigen, bei denen ich selbst noch einiges lernen möchte.
Vor über 25 Jahren konnte ich ein Wanderer-Herren- und ein Wanderer-Damenrad vor dem Müllcontainer retten.
Das Herrenrad war damals noch halbwegs fahrbereit und hat bei mir über viele Jahre hinweg gute Dienste im Alltagsbetrieb – Sommer wie Winter – geleistet.
Das Damenrad hingegen lag zerlegt im Keller, eher als eine Art Ersatzteillager gedacht.
Diesen Winter hatte ich etwas Zeit und habe mich – mit inzwischen deutlich mehr Respekt vor der Originalsubstanz – daran gemacht, beide Räder behutsam wieder fahrbereit zu machen.
Vielleicht fährt ja irgendwann auch einmal eine Lady mit …
Mir war dabei wichtig:
- keine Neulackierung
- möglichst zeittypische Ausführung
- Technik instandsetzen, aber Patina erhalten
- im Wesentlichen: reinigen, ölen, fetten, wachsen
- Reifen, Schläuche, Felgenbänder neu
- einige Schrauben und Muttern ersetzt
- Kette beim Herrenrad muss noch neu, die alte is viel zu sehr gelängt
- Speichen nachgezogen, Achter so gut es ging reduziert
- neue, möglichste ähnliche Läpper-Sättel gekauft und montiert, das Leder der alten war leider komplett gerissen..
- Kugellager gereinigt und neu gefettet, im Lenkkopflager neue Kugeln
- Tretlager bekomme ich nicht auf und ab, daher nur geölt und die gerissene Verbindung der 180-er Kurbel/Pedal beim Herrenrad geschweisst
Das Damenrad hat noch eine Karbidlampe (defekt – und mir fehlt auch noch das passende Zeugs),
das Herrenrad besitzt weiterhin die elektrische Beleuchtung, so wie ich es vorgefunden habe, lediglich mit neuen Glühbirnen.
Beide Räder sind nun wieder funktionstüchtig und sollen ab Frühjahr wieder gelegentlich bewegt werden, aber nicht mehr in Schnee, Streu-Salz und täglichen Fahrten „verbraucht“.
Nach fast 100 Jahren dürfen sie meiner Meinung nach auch ein wenig in den Ruhestand gehen –
und ich finde, sie sehen jetzt wieder ganz hübsch aus.
Ein paar Eckdaten:
-Hersteller: Wanderer
-Torpedo-Naben
-Dynamo und Lampen von Bosch
-Karbidlampe am Damenrad von Scharlach
-zeitlich vermutlich 1920er Jahre (bisher nur anhand von Vergleichsbildern eingeordnet)
Rahmennummern (oben am Steuerrohr):
Damenrad: 108174
Herrenrad: 102349
Am gedruckten Emblem steht:
Damenrad: Nr. 3
Herrenrad: Nr. 1
Ich hänge ein paar Fotos an und würde mich freuen, wenn jemand aus der Runde bei der zeitlichen Einordnung helfen kann oder Hinweise hat, wie und wo diese Rahmennummern bei Wanderer genauer zu interpretieren sind.
Ich selbst bin kein Oldtimer-Experte, sondern interessierter Schrauber, der mit den Jahren etwas mehr Respekt vor alten Fahrrädern entwickelt hat (und nicht nur vor alten Motorrädern).
Umso mehr freue ich mich über Hinweise, Korrekturen oder Anregungen.
Falls ich etwas zeitlich falsch eingeordnet habe, bitte gerne darauf hinweisen.
Vielen Dank fürs Reinschauen, Kommentare und viele Grüße,
Stefan
P.S.: Vielleicht kann mir jemand helfen – ich suche das Klemm-/Feststellteil für die Wanderer-Stempelbremse, mit dem die Bremsstange nach der Höheneinstellung fixiert wird. Dieses Teil ist beim Damenrad leider defekt/bzw. fehlt.
Re: Wanderer Pärchen wieder zum Leben erweckt – Herren- & Damenrad aus den 1920ern?, Datierungsfrage
Hier noch ein paar Detailfotos, die vielleicht für die zeitliche Einordnung interessant sind:
Beide Räder sind mit Fichtel & Sachs Torpedo-Rücktrittnaben Type 25 ausgestattet.
Auf den Naben steht: „F & S Torpedo – Type 25 – Zürich / Berlin“.
Nach allem, was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, spricht das für eine Produktion in den frühen 1920er-Jahren (vermutlich ca. 1921–23).
Am Herrenrad ist noch die elektrische Beleuchtung mit Bosch-Dynamo und Bosch-Frontscheinwerfer montiert, offenbar eine frühe Ausführung.
Das Rücklicht ist ebenfalls elektrisch und wirkt zeitnah, ob original oder frühe Nachrüstung lässt sich für mich nicht sicher sagen.
Das Damenrad besitzt eine Karbidlampe (Hersteller Scharlach), nun mit neuer Brennerdüse.
Besonders spannend finde ich die beiden Klingeln mit Händlerplakette:
„Joh. Seeweg – Oberstdorf“. Vermutlich handelt es sich um eine Händler- oder Hausmarken-Klingel, was darauf hindeutet, dass beide Räder ursprünglich in Oberstdorf verkauft oder betreut wurde.
Die Schweißstelle an der rechten Kurbel ist der früheren Nutzung im Alltag geschuldet. nicht schön, für mich aber Teil der Geschichte; ein passender Austausch ist langfristig angedacht, sollten 180 cm Wanderer Kurbeln mit Vierkant irgendwo her bekommen zu sein. Falls jemand zu einzelnen Punkten – insbesondere
Torpedo Type 25 „Zürich / Berlin“, Bosch-Beleuchtung dieser Bauart,
(nächste message)
oder der Händlerplakette aus Oberstdorf
noch genauere Informationen oder Vergleichsstücke kennt, freue ich mich sehr über Hinweise.
Viele Grüße
Stefan
Beide Räder sind mit Fichtel & Sachs Torpedo-Rücktrittnaben Type 25 ausgestattet.
Auf den Naben steht: „F & S Torpedo – Type 25 – Zürich / Berlin“.
Nach allem, was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, spricht das für eine Produktion in den frühen 1920er-Jahren (vermutlich ca. 1921–23).
Am Herrenrad ist noch die elektrische Beleuchtung mit Bosch-Dynamo und Bosch-Frontscheinwerfer montiert, offenbar eine frühe Ausführung.
Das Rücklicht ist ebenfalls elektrisch und wirkt zeitnah, ob original oder frühe Nachrüstung lässt sich für mich nicht sicher sagen.
Das Damenrad besitzt eine Karbidlampe (Hersteller Scharlach), nun mit neuer Brennerdüse.
Besonders spannend finde ich die beiden Klingeln mit Händlerplakette:
„Joh. Seeweg – Oberstdorf“. Vermutlich handelt es sich um eine Händler- oder Hausmarken-Klingel, was darauf hindeutet, dass beide Räder ursprünglich in Oberstdorf verkauft oder betreut wurde.
Die Schweißstelle an der rechten Kurbel ist der früheren Nutzung im Alltag geschuldet. nicht schön, für mich aber Teil der Geschichte; ein passender Austausch ist langfristig angedacht, sollten 180 cm Wanderer Kurbeln mit Vierkant irgendwo her bekommen zu sein. Falls jemand zu einzelnen Punkten – insbesondere
Torpedo Type 25 „Zürich / Berlin“, Bosch-Beleuchtung dieser Bauart,
(nächste message)
oder der Händlerplakette aus Oberstdorf
noch genauere Informationen oder Vergleichsstücke kennt, freue ich mich sehr über Hinweise.
Viele Grüße
Stefan
Re: Wanderer Pärchen wieder zum Leben erweckt – Herren- & Damenrad aus den 1920ern?, Datierungsfrage
hier noch Kettenblatt, mit - nun neuer kette, und die Bosch Beleuchtung...
- Zwicke
- King of the Road
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Re: Wanderer Pärchen wieder zum Leben erweckt – Herren- & Damenrad aus den 1920ern?, Datierungsfrage
Tolle Räder! Schön das du auch von Fahren zu bewahren gewechselt bist. Das Herrenrad ist mit dem hohen Rahmen schon etwas Selteneres, das Damenrad hat sogar noch die originalen Pedale. Sowas sollte man schätzen und in Ehren halten. Die Klingeln sind alleine schon eine Augenweide!
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Prinzipiell hast du bei deinen Rädern in jüngerer Zeit auch schon sehr viel richtig gemacht. Es sind zwar nicht alle Teile zeitgemäß aber das kann man bei Bedarf ja noch anpassen. Ein paar Anmerkungen in der Hoffnung nicht zu pedantisch zu wirken
Die 25 steht nicht für Type 25 sondern ist tatsächlich das Baujahr der Nabe. Das müsste sich ohne groß nachzuschauen decken mit der Rahmennummer beider Räder.S.M. hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 17:38 Beide Räder sind mit Fichtel & Sachs Torpedo-Rücktrittnaben Type 25 ausgestattet.
Auf den Naben steht: „F & S Torpedo – Type 25 – Zürich / Berlin“.
Nach allem, was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, spricht das für eine Produktion in den frühen 1920er-Jahren (vermutlich ca. 1921–23).
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Prinzipiell hast du bei deinen Rädern in jüngerer Zeit auch schon sehr viel richtig gemacht. Es sind zwar nicht alle Teile zeitgemäß aber das kann man bei Bedarf ja noch anpassen. Ein paar Anmerkungen in der Hoffnung nicht zu pedantisch zu wirken
Es könnte sein, dass eine neue Kette nicht auf das verschlissene Kettenblatt/ Ritzel passt. Würde mal prüfen ob du die Alte vielleicht um 2 Glieder kürzen kannst?S.M. hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 17:38 Kette beim Herrenrad muss noch neu, die alte is viel zu sehr gelängt
Kugeln würde ich immer alle erneuern. Wenn du die Kugeln von zwei Lagerseiten vertauscht hast du erhöhten Verschleiß.S.M. hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 17:38 Kugellager gereinigt und neu gefettet, im Lenkkopflager neue Kugeln
Ölen alleine wird nur den Dreck verteilen und das verharzte alte Fett nicht mehr geschmeidig machen. Wenn du öfter fahren willst würde ich auf jeden Fall nochmal das Lager öffnen, alles reinigen + neue Kugeln und Fett rein.S.M. hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 17:38 Tretlager bekomme ich nicht auf und ab, daher nur geölt und die gerissene Verbindung der 180-er Kurbel/Pedal beim Herrenrad geschweisst...
Schwerpunkte:
Fahrrad- und Motorradbeleuchtung der 1880er Jahre bis WW2
Fahrräder überwiegend vor 1930
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Fahrräder überwiegend vor 1930
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Re: Wanderer Pärchen wieder zum Leben erweckt – Herren- & Damenrad aus den 1920ern?, Datierungsfrage
Moin Stefan, willkommen im Forum!
Ein wirklich tolles Pärchen hast du da vor der Verschrottung gerettet.
Die verbaute Bosch-Beleuchtungsanlage dürfte ein Produkt der frühen Nachkriegsjahre sein.
Das Rücklicht hingegen könnte vom Alter her gut zu den Rädern passen.
Ist es beschriftet?
In diesem Thema findest du einige Anlagen aus den 1920er-Jahren:
viewtopic.php?t=16655
Könntest du bitte einmal ein Detailfoto der Schraube machen, die dir abgebrochen ist?
Beste Grüße
Ein wirklich tolles Pärchen hast du da vor der Verschrottung gerettet.
Die verbaute Bosch-Beleuchtungsanlage dürfte ein Produkt der frühen Nachkriegsjahre sein.
Das Rücklicht hingegen könnte vom Alter her gut zu den Rädern passen.
Ist es beschriftet?
In diesem Thema findest du einige Anlagen aus den 1920er-Jahren:
viewtopic.php?t=16655
Könntest du bitte einmal ein Detailfoto der Schraube machen, die dir abgebrochen ist?
Beste Grüße
OHO Otto Hilmers Oldenburg
Ammerland Fahrräder
-Adler Felgenbremse 20er Jahre
-Wulstfelge 40 Loch Nickel.
-Adler Pedale Nickel (gern im Tausch gegen verchromte
Ammerland Fahrräder
-Adler Felgenbremse 20er Jahre
-Wulstfelge 40 Loch Nickel.
-Adler Pedale Nickel (gern im Tausch gegen verchromte
Re: Wanderer Pärchen wieder zum Leben erweckt – Herren- & Damenrad aus den 1920ern?, Datierungsfrage
Vielen Dank für die bisherigen Antworten und die hilfreichen Hinweise – das bringt mich wirklich weiter.
Ich würde die beiden Räder gern weiter sensibel und möglichst nah am Originalzustand erhalten und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch behutsam weiter vervollständigen. Insofern bin ich für die Anregungen, Bilder und Erfahrungswerte hier sehr dankbar.
Aktuell bin ich noch auf der Suche nach ein paar passenden Teilen bzw. Bezeichnungen dafür:
1. das Feststell-/Klemmteil für die Bremsstange der Wanderer-Stempelbremse, fehlt bzw. ist abgerissen beim Damenrad:
2. die Abschluss- bzw. Überwurfmutter am Gabelschaft (1" Steuersatz) - das Gewinde greift nicht mehr richtig und der Lampenhalter wird hin und wieder locker
3. Tretlagerkurbeln mit 180 mm Länge (alter Vierkant / zeittypische Ausführung) - wenn diese hässlichen Schweissnähte wieder brechen..
Falls jemand weiß, wie die Teile korrekt bezeichnet werden, oder einen Tipp hat, wo man so etwas findet (Teilekiste, Repro, Tausch), wäre ich sehr dankbar.
Danke und viele schöne Grüße
Stefan
Ich würde die beiden Räder gern weiter sensibel und möglichst nah am Originalzustand erhalten und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch behutsam weiter vervollständigen. Insofern bin ich für die Anregungen, Bilder und Erfahrungswerte hier sehr dankbar.
Aktuell bin ich noch auf der Suche nach ein paar passenden Teilen bzw. Bezeichnungen dafür:
1. das Feststell-/Klemmteil für die Bremsstange der Wanderer-Stempelbremse, fehlt bzw. ist abgerissen beim Damenrad:
2. die Abschluss- bzw. Überwurfmutter am Gabelschaft (1" Steuersatz) - das Gewinde greift nicht mehr richtig und der Lampenhalter wird hin und wieder locker
3. Tretlagerkurbeln mit 180 mm Länge (alter Vierkant / zeittypische Ausführung) - wenn diese hässlichen Schweissnähte wieder brechen..
Falls jemand weiß, wie die Teile korrekt bezeichnet werden, oder einen Tipp hat, wo man so etwas findet (Teilekiste, Repro, Tausch), wäre ich sehr dankbar.
Danke und viele schöne Grüße
Stefan